KAIROS
– VIOLIN CONSORT –
“Der Himmel gibt eine Gelegenheit nicht zweimal . . . Es kommt alles auf den rechten Augenblick an” Lü Buwei (291 v.Chr – 235 v.Chr)
KAIROS: Gott der günstigen Gelegenheit und des rechten Augenblicks, dessen ungenutztes Verstreichen von Nachteil sein könnte.
Die musikalische Begegnung von Veronika, Prisca und Thomas genügte für den blitzartigen Entschluss, den Augenblick nicht verstreichen zu lassen, sondern die Gelegenheit beim Schopf zu greifen und ein Ensemble zu gründen:
KAIROS – Violin Consort.
In einer Epoche, in der die Zeit immer schneller und frenetischer wird – ein Titan von grenzenloser Kraft, der seine eigenen Kinder verschlingt – sucht das Ensemble eine Art des Musizierens, die sich durch tiefe Verbindung im Moment auszeichnet. Jeder Mensch kennt sie: die Augenblicke, in denen die chronologische, taktische Zeit vorübergehend ausgesetzt zu sein scheint, in denen die Gesetze des Raum-Zeit-Kontinuums nicht mehr gelten. Dort herrscht eine tiefe, ewige Stille, eine metaphysische Zeit, woraus Musik enstehen kann. In solchen opportunen Momenten haben wir Zugang zu Gaben in einem anderen Reich, Geschenke die gepflückt werden können.
KAIROS bietet eine Klang-Emission, die darauf abzielt, jeden gegenwärtigen Moment zu veredeln, ein Geschenk für sich und andere, ein Tropfen Zeitlosigkeit im umgebenden Ozean der Hektik.
Was ist ein Violin Consort?
In der Renaissance- und Frühbarockzeitzeit wurden sämtliche Instrumente in kompletten „Familien“, vom Sopran bis zum Bass, gebaut. Die bedeutendsten Instrumentenfamilien für das Consort-Spiel waren die Blockflöte und die Viola da Gamba, aber auch weniger bekannte Instrumente wie Fagotte waren in Consort zu hören. In ähnlicher Weise sind Geigen unterschiedlicher Größe (Violine, Bratsche, Tenor- und Bassgeige) Mitglieder einer gemeinsamen Gattung, die aufgrund ihrer gemeinsamen DNA, aber unterschiedlichen Rollen, eine natürliche Einheit im Dialog darstellten.
Veronika Skuplik – Violine
Die international angesehene Geigerin Veronika Skuplik findet ihr künstlerisches Wirkungsfeld auf
Tourneen, bei Lehrtätigkeiten und Aufnahmen. Sie spielt vornehmlich in solistisch besetzten
Ensembles wie Concerto Palatino, Weser-Renaissance Bremen, dem FBO Consort la dolcezza und mit ihren Duopartnern Andreas Arend (Laute) und Jörg Jacobi (Orgel). UrgentMusic ist ihr Ensemble, in dem sie mit von ihr hoch geschätzten leidenschaftlichen Musiker*innen zusammentrifft.
Sie lehrt Barockvioline und -viola sowie Ensemblespiel an der Hochschule für Künste in Bremen und gibt Masterclasses in Schweden, den Niederlanden, Deutschland, New York (Carnegie Hall) u.a.
Seit Jahren ist sie Dozentin für das Europäische Hanse-Ensemble und in den Ateliers vom Musikfest Bremen. Veronika Skupliks Diskografie umfasst über 120 zum Teil preisgekrönte CDs, darunter bisher fünf eigene Produktionen beim Label frabernardo.
Prisca Stalmarski – Violine/Tenor viola da braccio
Prisca Stalmarski schloss ihr Violinstudium am Conservatorio di Musica Santa Cecilia in Rom ab und spezialisierte sich anschließend auf historische Aufführungspraxis in der Klasse von Prof. Enrico Gatti am Koninklijk Conservatorium Den Haag. Heute findet sie ihr künstlerisches Wirkungsfeld international auf Tourneen und Aufnahmen. Sie spielt regelmäßig mit renommierten Ensembles wie Il Gusto Barocco, die Barocktrompeter Berlin, Los Musicos de su Alteza, und ist seit vielen Jahren Mitglied der Gaechinger Cantorey (Hans Christoph Rademann) und der Orquestra Barroca Casa da Musica in Porto (Laurence Cummings). Prisca widmet einen großen Teil ihrer Energie auch dem Titan Rising Ensemble, mit dem sie zahlreiche Programme mit Musik der Renaissance zusammengestellt hat und auf der Renaissance-Viola da Braccio spielt. Ihre Leidenschaft für das Repertoire des 15. und frühen 16. Jahrhunderts hat sie im Laufe der Jahre dazu veranlasst, sich auf höchstem Niveau mit der Musiksprache dieser Epoche zu beschäftigen und, mit ihren Kollegen Veronika Skuplik und Thomas Pitt das Kairos Violin Consort zu gründen.
Thomas Pitt – Bassviolin
Thomas Pitt studierte in Manchester, Amsterdam, Israel und Berlin. Neben seinen Auftritten und Aufnahmen mit renommierten Ensembles wie Concerto Copenhagen, dem Dresdner Barockorchester und der Gaechinger Cantorey ist er leidenschaftlicher Kammermusiker in unterschiedlichen Konstellationen.
Von 2007 bis 2012 leitete er die Abteilung für Alte Musik am Königlich Dänischen Musikkonservatorium, danach hatte er einen Lehrauftrag an der UdK Berlin.
Thomas ist außerdem Bogenbauer und empfindet die alleinige Arbeit in der Werkstatt als perfekten Ausgleich zu seinem Leben als Musiker.
